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"Zvirimudombo" Februar-März 2018          Ausstellung von Skulpturen aus Simbabwe in der t2 Tischlerei Hahnheim  und im t2 Laden Nieder-Olm

2.500 € ergab unser Fundraising durch zeitgenössische Kunst aus Zimbabwe

Schirmherrin der Benefiz-Ausstellung "Zvirimudombo" Malu Dreyer zu Gast am t2 Stand. 2. v.l.: Birgit Steck, Koordinatorin "Faire Welten" Rheinland-Pfalz, ENGAGEMENT GLOBAL, Andreas und Silke Friedrich, t2 Möbel GmbH ...

Grusswort Malu Dreyer

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Foto: hbz/ Michael Bahr

 

 

 

Zvirimudombo – "Es steckt etwas im Stein"!

 

International bekannt geworden sind simbabwische Bildhauer und ihre Steinskulpturen in den vergangenen 40 Jahren durch zahlreiche Ausstellungen in berühmten Museen wie dem Modern Art in New York, dem Rodin Paris und in großen Galerien von Berlin bis Sydney. 

 

"Zvirimudombo" bedeutet: Es ist der Stein, der zum Bildhauer spricht, was er werden soll! Die bei den Künstlern beliebteste Steinart ist Serpentin, ein hartes und sehr variationsreiches Material, das in den zahlreichen Steinbrüchen Simbabwes gefunden wird. Die Farbpalette umfasst tiefes Schwarz, viele Braun- und Grüntöne.

 

„Zvirimudombo" umfasst Skulpturen von 30 Bildhauern, darunter sehr bekannter Künstler wie Edward Chiwawa, Richard Mupumha; Taylor Nkomo oder Tutani Mugavazi.


Dr. Reinhold Hemker, Präsident der Deutsch-Simbabwischen Gesellschaft e.V., und seine Frau Kerstin Hemker eröffneten die Ausstellung  "Zvirimudombo" Anfang März in der Werkstatt Hahnheim. Von dort kam sie am 10. März auf die Rheinland-Pfalz-Ausstellung, Faire Welten: „Schaufenster nachhaltiges Rheinland-Pfalz“.

 

Das Pfarrerehepaar aus Rheine kennt Simbabwe seit über 35 Jahren und ist mit vielen Bildhauern freundschaftlich verbunden. Seit 1990 importieren sie Skulpturen, gestalten Ausstellungen zur Förderung der Künstler und zur Unterstützung von Bildungseinrichtungen in Simbabwe mit den Reinerlösen.

 

Bis Ostern können Sie die Kunstwerke im t2 Laden Nieder-Olm nicht nur sehen, sondern auch erwerben und ein Bild von Afrika gewinnen, das nicht nur die Defizite und Probleme des Kontinents beschreibt.

Es ist grossartig, dass die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz Malu Dreyer die Schirmherrschaft über unsere kleine Wander-Ausstellung "Zvirimudombo" übernommen hat. Seit Jahren unterstützen wir ja kleine Projekte in Afrika und fördern durch fairen Handel mit afrikanischen (kunst)handwerklichen Produkten im t2 Laden Nieder-Olm viele kleine Produzenten auf dem afrikanischen Kontinent.

 

Mit den Reinerlösen von "Zvirimudombo" wird der Ausbau naturwissenschaftlicher Unterrichtsräume an der simbabwischen Martin-Luther Sekundarschule in Burure unterstützt.

Afrika, ein anderes Gesicht:

Zu den Bildhauern der Skulpturen im Bild

 

Edward Chiwawa (*1935) gehört zur ersten Generation zeitgenössischer Bildhauer in Zimbabwe. Mit 30 Jahren begann er eine Bildhauerausbildung bei seinem Vetter Henry Munyaradzi. Edward Chiwawa schaffte es sehr schnell, seinen eigenen Stil zu entwickeln: seine runden, stark abstrahierten (Sonnen-)  Gesichter mit stets freundlichem Blick, sind heute unverkennbar. Die schlichten Formen lassen die Farben und Strukturen des Steines zur vollen Geltung kommen. "Der Stein soll für sich selbst sprechen", sagt Edward Chiwawa.

 

Richard Mupumha arbeitet seit 1994 als Bildhauer in Chitungwiza. Seine Skulpturen, die überwiegend in Springstone - dem härtesten Stein - gearbeitet sind , sind oft an Themen wie dem Wert des Altseins oder der Bedeutung der Shona Tradition orientiert. Ganz neu ist das Thema „Ökologie“ in sein Werk aufgenommen worden und in der Schweiz erhielt er dafür schon Auszeichnungen.

 

Tutani Mugavazi (*1975) ist der jüngste der renommierten Bildhauer. Schon mit 15 Jahren arbeitete er als Bildhauer. „Ich will die Schönheit des Serpentins mit der Schönheit einer Frau zusammen bringen“, sagt Tutani. Seine Skulpturen zeigen simbabwische Frauen, frech, nachdenklich, aber immer von einer abstrakten Eleganz.