Moderne Küche mit Holz-Schrankmöbeln, einem schwarzen Fenster, einem Backofen und einem Wein-Kühlschrank in einem offenen Raum.

Küche


europäische Eiche

Drei Männer arbeiten in einer Holzwerkstatt, einige Holzplatten sind gestapelt, und ein Mann hält ein großes Brett. Im Hintergrund ein LKW mit geöffnetem Hintertor.

Charakteristisch für diese Küche ist die Verwendung von rustikaler europäischer Eiche, deren markante Astbilder und lebendige Struktur bewusst sichtbar belassen wurden. Die natürliche Unregelmäßigkeit des Holzes prägt die Gesamtwirkung und verleiht den Flächen eine deutliche Eigenständigkeit, die sich von gleichmäßigeren Materialien absetzt.

Die Gestaltung folgt keinem streng homogenen Raster, sondern arbeitet mit der Eigenwirkung des Materials. Die durchgehenden Griffleisten aus Metall setzen dabei eine klare, lineare Ordnung, die die lebhafte Holzstruktur strukturiert und funktional gliedert. So entsteht ein Spannungsverhältnis zwischen natürlicher Unruhe und konstruktiver Klarheit.

Die helle Arbeitsfläche bildet einen ruhigen Gegenpol zur ausdrucksstarken Eiche und definiert zugleich die Arbeitszonen präzise. In Verbindung mit der Insel ergibt sich eine klare Zonierung des Raumes, während offene Regale die geschlossenen Elemente ergänzen und eine differenzierte Nutzung ermöglichen.

Offene Holzklapplade, teilweise geöffnet, in einer Holzverkleidung, neben Fliesenboden.

Der Zugang zur Speisekammer ist als integriertes Element in die Hochschrankzeile ausgeführt. Im geschlossenen Zustand erscheint die Konstruktion als reguläre Front mit zweiflügeliger Drehtür und fügt sich flächenbündig in das Gesamtbild ein.

Tatsächlich handelt es sich um eine mehrteilige Falttürkonstruktion, bei der die Türblätter über verdeckt liegende Beschläge miteinander verbunden sind. Beim Öffnen falten sich die Elemente seitlich zusammen und geben die volle Durchgangsbreite frei. Die Führung erfolgt über präzise eingepasste Bänder und Scharniere, die eine stabile Bewegung und exakte Positionierung gewährleisten.

Nahaufnahme von einem Holzschubkasten mit sichtbaren Fingerzinkenverbindungen, im Hintergrund eine Fensterfront.

Die Schubkästen sind mit offen sichtbaren Fingerzinken gefertigt, die die konstruktive Verbindung der einzelnen Bauteile klar ablesbar machen. Die Verzinkung übernimmt dabei sowohl eine tragende Funktion als auch eine gestalterische Gliederung der Stirnflächen.

Innerhalb der Auszüge ist eine zusätzliche, zweite Schubebene integriert, die eine differenzierte Organisation ermöglicht. Durch diese mehrstufige Anordnung wird der vorhandene Stauraum effizient genutzt, ohne die Zugänglichkeit einzuschränken.

Die Griffe sind als eigens gefertigte Stahlprofile ausgeführt und als wiederkehrendes Gestaltungselement Teil der eigenen Formensprache. In ihrer reduzierten, linearen Ausprägung setzen sie einen klaren Kontrast zur rustikalen Eiche und prägen als charakteristisches Detail die Gesamtwirkung des Möbels.