Schals, Stulpen, Überwürfe & Co

Mudcloth traditionelle Bogolan Technik aus Mali

Bogolan

bedeutet "aus Schlamm" in Bambara, der wichtigsten Sprache der Mali. 

 

Die Bogolan Technik

Färben und Bedrucken von Baumwolle ist völlig organisch und schont die Umwelt. Es enthält keine schädlichen Beizen oder Chemikalien. Verwendet werden getrocknete Blätter und Baumrinde als Farbstoff.

 

Bogolan ist die Quintessenz der westafrikanischen Textilkunst, auch genannt mudcloth. Sie wird in einem großen Teil der Subsahara Westafrikas gefertigt und ist vor allem mit Mali und dem Fluss Niger verbunden. 

 

Traditionell wird auf den Webstühlen in den Dörfern ein ca. 15 cm breites Baumwolltuch gewebt, das dann von Hand zusammengenäht wird, breit genug, um z.B. Kleidung daraus zu machen. Auf dem Grundgewebe werden die Entwürfe gezeichnet, entweder ein sattes Rot (der Farbstoff wird durch Kochen der Rinde eines Baumes gewonnen) oder in frischen gelben Töne (wird durch Einweichen der getrockneten Blätter eines Baumes gewonnen).

 
Sobald das Tuch gefärbt ist, wird es mit Schlamm (mit Hilfe einer Zahnbürste) frei Hand oder mit Schablonen bemalt. Der Schlamm aus dem Niger reagiert durch Oxidation mit den natürlichen Farbstoffen. Ein sattes Schwarz entsteht, wenn es getrocknet und aus dem Gewebe gewaschen wird.

 

Traditionell wird Mudcloth an den Ufern des Flusses Niger oder seinem Nebenfluss Bani gefertigt, wo es in der Sonne zum trocknen ausgebreitet wird. Mali verwendet nur ein oder zwei traditionelle Muster, .... Alle anderen Muster sind eher zeitgenössische Designs, auf breiten Stoffbahnen gefertigt, auf den Tischen anstatt auf dem Boden (wie in der traditionellen Bogolan Malerei), aber mit Zahnbürste als bestes Mittel zur Schlamm-Malerei.

(übersetzt&übertragen aus http://malimali.org/what-is-bogolan/)