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Cotonea Philosophie

in sechster Generation
Cotonea ist eine Eigenmarke der Baumwollweberei Gebr. Elmer & Zweifel GmbH & Co. KG mit Sitz in Bempflingen bei Metzingen, am Fuße der schwäbischen Alb, 1855 gegründet und seit sechs Generationen im Besitz der Gründerfamilien. Die Marke Cotonea wurde im Jahr 2003 auf den Markt gebracht.


vom Baumwollfeld bis ins Ladenregal

Ursprünglich als Hersteller von Rohgeweben und Meterware kam 1995 zum ersten Mal auch Bio-Baumwolle zum Einsatz, und zwar bei Babypflegeprodukten. Nach und nach wurde eine voll integrierte Herstellungskette aufgebaut vom Baumwollfeld bis ins Ladenregal – eine Grundvoraussetzung für die qualitativ hochwertigen und nachhaltigen Textilien in einer der ersten global herstellenden und wachsenden Branche.

 

ökologische und nachhaltige Produkte

"1995 fingen wir erstmalig an, mit kontrolliert biologischer Baumwolle zu arbeiten. Zur damaligen Zeit war Bio noch nicht in aller Munde und der Schritt ökologische und nachhaltige Produkte herzustellen war ein Risiko, da die Herstellung und dadurch auch der Verkauf teurer sind, als herkömmliche Produkte. Da wir aber nicht aus Marketinggründen ökologisch produzieren wollten, sondern aus innerem Antrieb und Überzeugung heraus, gingen wir dieses Wagnis ein.
Im Lauf der Zeit ist es uns gelungen, eine voll integrierte Herstellungskette aufzubauen.

 

das derzeit strengste ökologische Siegel weltweit

Mit der Partnerschaft an einem Bio-Baumwollprojekt in Kirgisistan 2004 schloss sich dann der Kreis der Herstellungskette und Cotonea produziert seit dem durchgängig vom Baumwollfeld bis ins Ladenregal. Dadurch wissen wir – im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern – ganz genau wo unsere Rohstoffe herkommen und sind bei jedem Schritt dabei. Deshalb haben die meisten unserer Produkte das Qualitäts- und Gütesiegel IVN BEST erhalten – das derzeit strengste ökologische Siegel weltweit."



fairer Anteil an der Wertschöpfung

Der Beginn des 21. Jahrhunderts ist bezüglich der globalen Wirtschaft von einem sehr starken Nord-SüdGefälle geprägt. Im Interesse des Weltfriedens sind die reichen Industrienationen zur Gestaltung einer menschlichen Globalisierung verpflichtet. Die Firma Gebr. Eimer & Zweifel GmbH & Co. KG ist sich dieser Verantwortung bewusst. Als Hersteller von Textilien verarbeiten wir in erster Linie Baumwolle. Wir halten es für sehr wichtig, darauf zu achten, dass die Baumwollproduzenten einen fairen Anteil an der Wertschöpfung erhalten und der Anbau wie auch die Weiterverarbeitung der Baumwolle auf Dauer ohne Kinderarbeit, unter menschenwürdigen Arbeitsbedingungen und in ökologisch sinnvoller Weise erfolgt.

 

Haltung, welche einen respektvollen Umgang mit der Natur und den Menschen, auch denen, die die Materialien anbauen bewahren und verarbeiten, einschließt. Die gegenseitige Wertschätzung resultiert auch aus der Erkenntnis, dass wir alle in einem Boot sitzen und die Zerstörung der Umwelt vor Kontinenten und Grenzen nicht halt macht.

Cotonea kooperiert mit der schweizerischen Hilfsorganisation "Helve1as" in dem im Jahr 2004 gestarteten Bio-Baurnwollprojekt in Kirgisien. Im Jahr 2007 haben sich bereits über 600 Baumwollbauern diesem Projekt angeschlossen. Da das Projekt den Bauern eine intensive Ausbildung und eine BioPrämie bietet, findet es reges Interesse. 


Die Baumwolle, die wir für die Herstellung der cotoneaProdukte verwenden, stammt garantiert aus kontrolliertem biologischem Anbau (kbA).

Klein, fein und auf Wachstumskurs

Die Bremer Baumwollbörse, die Interessenvertretung der Baumwollhändler, berichtet aktuell über die Entwicklung der Fair Trade-Baumwollproduktion in der ganzen Welt. Überall sprießen kleine Projekte aus dem Boden, die sich nach schwieriger Umstellungsphase sehr dynamisch entwickeln, von Kamerun über Burkina Faso bis nach Indien, Mali, Senegal, Brasilien und Ägypten. Ganz neu im Bremer Cotton Report:

 

Unsere Projekte in Uganda und Kirgisistan.

Aus 63.000 Tonnen Saatbaumwolle wurden 2011/2012 24.500 Tonnen Baumwollfasern produziert - 60 Prozent davon in Bio-Qualität z.B. für die Bio-Bettwäsche und Bio-Frottiertücher von Cotonea. Das ist eine Steigerung um 22 Prozent.

 

Wer vermuten würde, dass Deutsche und Schweizer die größten Fair Trade-Freaks Europas sind, sieht sich getäuscht: Der größte Absatzmarkt für Fairtrade-Baumwollprodukte ist Großbritannien gefolgt von Frankreich. Erst auf Platz drei und vier stehen Deutschland und die Schweiz.

 

Fair Trade heißt, die Farmer erhalten einen existenzsichernden Mindestlohn und zusätzlich eine Fair Trade-Prämie von durchschnittlich 5 Eurocent pro Kilogramm. Dieses System ist entscheidend für die Bauern, sich langfristig auf den Anbau von Baumwolle – möglichst in Bio-Qualität – einzulassen. Damit werden Gemeinschaftsanschaffungen und -projekte wie Werkzeug, Schulungen, Bildung und Gesundheitsvorsorge finanziert. Am wichtigsten aber ist den Farmern die demokratische Beteiligung am Projekt. Mit Fair Trade-Projekten entwickeln sich also Regionen besser als mit jeder „normalen“ Entwicklungshilfe.

 

Trotzdem ist Fair Trade nur die eine Seite einer nachhaltigen Entwicklung. Alle, und insbesondere die Projekte in den Anbauländern, profitieren am meisten, wenn sie gleichzeitig ökologisch anbauen. Er erhält die Bodenfruchtbarkeit, macht die Menschen unabhängig von Krediten und schont das Grundwasser.

Dagmar Deckstein über Cotonea, Süddeutsche Zeitung 10.07.2012

1995 mit einer israelischen Kooperative. „Da mussten wir uns auf ganz neue Vertragsbedingungen einlassen", erinnert sich Stelzer. „Partner waren jetzt die Anbauer selbst, und die überließen Mengen- und Qualitätsrisiko uns als Käufer."

 

2003 wurde die neue Marke „Cotonea" angemeldet, die seither Frottier-, Bett- und Babywäsche unterm weltweit strengsten Öko-Siegel „IVN-best" verspricht und vertreibt. Das heißt, die Textilie muss zu 100 Prozent aus Naturfasern aus kontrolliert biologischem Anbau bestehen.

 

Die Firma Cotonea benötigt heute "600 Tonnen ethisch und ökologisch einwandfreier Rohware" pro Jahr schreibt Dagmar Deckstein über Elmer & Zweifel und Cotonea.

Der Artikel erschien am 10. Juli in der SZ.

Der folgende Text ist daraus zitiert: 

 

"Bei den Arbeitsschritten, die zwischen Naturfaser und fertigem Textil bestehen – also Spinnen, Färben, Weben, Stricken, Ausrüsten, Zuschneiden und Nähen – dürfen keine gefährlichen oder bedenklichen Substanzen verwendet werden. Dazu müssen Sozialstandards eingehalten werden, wie beispielsweise existenzsichernde Löhne. Es sind gerade mal 0,8 Prozent der Welt-Baumwollernte, 180 000 Tonnen, die biologisch nachhaltig angebaut werden, und davon etwa zehn Prozent unter dem IVN-Zertifikat. Aber darunter macht es Cotonea nicht. Braucht die Firma doch gerade mal 600 Tonnen solcher ethisch und ökologisch einwandfreien Rohware pro Jahr.


Seit einigen Jahren lassen die Bempflinger ihre Baumwolle in Uganda und Kirgisien herstellen, wo ganze Dörfer von der deutschen Nachfrage profitieren und sich auf ihre uralten, fast verschütteten Anbaumethoden zurückbesinnen: biologische anstatt chemische Düngung, tradierte „Schutzpflanzen" anstatt Pestiziden. „Und die ugandischen Partner verdienen heute bis zu 750 US-Dollar im Jahr, etwa doppelt so viel wie im Landesdurchschnitt", freut sich Stelzer. Immerhin gehöre das bis 2007 kriegsgebeutelte afrikanische Land zu einem der ärmsten der Welt. Selbstverständlich überzeuge er sich durch regelmäßige Besuche in Russland und Afrika davon, ob alles seinen gewünschten Gang geht.


Seit 2000 hat Elmer & Zweifel den Umsatz mit der neuen Endkunden-Strategie auf sieben Millionen Euro nahezu halbiert, weil ja ganz neue Marketing- und Vertriebskonzepte entwickelt werden mussten. „Aber seit 2005 wachsen wir wieder", so Stelzer. Es sei zwar relativ mühsam, die geschätzt 5000 Fachhändler von der Cotonea-Strategie zu überzeugen, aber, fügt Vertriebschef Brenner hinzu: „Nach vier Stunden Unternehmensberatung können wir auch hartnäckige Traditionalisten davon überzeugen, dass solch ebenso hartnäckig verteidigte Nachhaltigkeitsqualität immer mehr skeptische Kunden überzeugt."

 

Die pilgern dann auch – vorläufig um die 200 im Monat in Bempflingen – in die alte Unternehmensfestung und in die dort neuerrichtete Markthalle „Vivena", wo sie die Cotonea-Artikel nebst Wein, Öl, Seifen oder Schokolade von ausgewählten Öko-Partnern erwerben können. Alte Architektur – aber neuer Markt." pdf