Innenaufnahme einer Treppe aus Holz, Blick nach unten zur Haustür mit Glasfront, Flur mit Fußmatte.

Treppenhaus


europäische Eiche

Mann steht in einer Baustelle, hält einen Notizblock und einen Stift und liest oder schreibt, während eine zweite Person anwesend ist.

Dieses Treppenhaus ist vollständig aus Eichenholz gefertigt und folgt einer klar reduzierten, konstruktiv geprägten Gestaltung. Die Oberfläche wurde gebürstet und anschließend mit Bianco-Öl behandelt, wodurch die natürliche Struktur des Holzes hervorgehoben und gleichzeitig ein leicht aufgehellter, ruhiger Farbton erzielt wird. Die Maserung bleibt deutlich ablesbar und verleiht den Flächen eine gleichmäßige, aber dennoch lebendige Tiefe.

Die Treppe ist als präzise gefügtes Element in den Neubau integriert und bereits in der Planungsphase als zentrales Gestaltungselement mitgedacht. Trittstufen, Setzstufen und Wangen sind sauber aufeinander abgestimmt und bilden ein durchgängiges konstruktives System. Das filigrane Stabgeländer ergänzt die klare Linienführung und betont die Vertikale, wodurch eine leichte, offene Wirkung entsteht.

Mehrere Holzbohlen in verschiedenen Größen und Texturen gestapelt.

Ein wesentliches Detail ist die Treppenhafe, die auf Gehrung ausläuft. Durch diese Ausbildung wird die Konstruktion präzise abgeschlossen und verstärkt den Eindruck einer schwebenden, im Raum entwickelten Treppe. Die Linienführung bleibt dabei konsequent und klar ablesbar.

Im Kontrast dazu steht der sichtbar belassene Beton der tragenden Struktur. Seine rohe, unbehandelte Oberfläche bildet einen bewussten Gegenpol zur fein bearbeiteten Eiche und macht die unterschiedlichen Materialqualitäten unmittelbar ablesbar. Holz und Beton treten so in ein klares Spannungsverhältnis, in dem sich handwerkliche Ausarbeitung und konstruktive Grundstruktur gegenseitig hervorheben.