t2 Möbel & das "Tuch der Könige"

Bark Cloth Ernte & Verarbeitung in Uganda

  • Ähnlich bei einer Korkeiche wird der Mutuba Feigenbaum zunächst entrindet.
  • Um eine Austrocknung zu vermeiden, erhält der nackte Stamm einen Verband aus Bananenblättern. Die neue Rinde kann so geschützt binnen etwa einen Jahres nachwachsen.
  • Die Rinde wird nach der Ernte kurz gekocht.
  • Anschließend wird sie mit einem Holzhammer breit, dünn und weich geschlagen, bis daraus allmählich das Rindentuch entsteht.
  • Dieser Vorgang wird tagelang wiederholt.
  • In einem Tuch von 2 mal 3 Metern Größe stecken ca. 150.000 Schläge. Gelegentlich muß deshalb ein Tuch von 2 Personen gefertigt werden.
  • Astlöcher und größere offene Stellen werden durch Flicken aus Rindentuch geschlossen und mit handgefertigtem Seegras oder Sisalfaden von Hand eingenäht.
  • Der gesamte Prozess ist extrem arbeitsintensiv und es dauert etwa eine Woche bis ein Rindentuch fertig ist.
  • Die Wissenschafts- und Kulturorganisation der Vereinten Nationen UNESCO hat die ugandische Rindentuch-Herstellung im Mai 2006 zum Kulturerbe der Menschheit deklariert.
  • Unter Service gibt es weitere Informationen zu unseren Partnern Bark Cloth Uganda.

Bark Cloth Ernte & Verarbeitung in Uganda

Bark Cloth Ernte & Verarbeitung in Uganda

Bark Cloth Ernte & Verarbeitung in Uganda

Bark Cloth Ernte & Verarbeitung in Uganda

Bark Cloth Ernte & Verarbeitung in Uganda

Bark Cloth Ernte & Verarbeitung in Uganda

Am Anfang war das Tuch

Bark cloth / Rindentuch ist ein Vlies aus der Rinde des ostafrikanischen Feigenbaums Mutuba. Es ist das Ur-Vlies, das vermutlich älteste Textil der Menschheitsgeschichte. Es entsteht in traditioneller, aufwändiger Handarbeit. Jedes Tuch ist ein Unikat. Bis ins 19 .Jhdt waren die besten Tücher den Monarchen des noch heute existierenden tausendjährigen Königreichs Buganda vorbehalten, einer der ältesten Dynastien der Erde.

Durchsichtigkeit und blickdichte Textur, je nach Lichtsituation und Blickwinkel gewinnt das weiche, aber robuste Material die Anmutung von Leder oder die Leichtigkeit und Transluzenz eines zarten Organza-Stoffs. Die einzigartige Struktur eines jeden Rindentuches, die spannende Verbindung von archaischer Ursprünglichkeit und neuzeitlichen Veredelungs- und Verwendungsmöglichkeiten ist auch etwas für Puristen, die Ihren Stil auf das Wesentliche reduzieren.

 

Herkunft das Rindentuch
Das Rindentuch hat seinen Ursprung in Ostafrika, vor allem in Uganda, Ruanda, und der Demokratischen Republik Kongo sowie in im Südpazifik und in Lateinamerika. Eine Produktion in industriell interessanten Größenordnungen gibt es derzeit nur in Uganda.

 

Geschichte zum Rindentuch

In Uganda weiß man in Form eines uralten Mythos zu berichten, dass der Mensch von den Göttern geschaffen wurde und aus dem Feigenbaum auf die Erde trat, um sie in Besitz zu nehmen. Die moderne Archäologie bestätigt Afrika als Wiege der Menschheit und jeder, der einmal ein Stück Rindentuch in der Hand gehalten hat, versteht den Kern dieses Mythos: die enge Symbiose zwischen Mensch und Baumrinde als eine uralte, gewachsene Beziehung.



Herstellung des Rindentuches

Kein Baum stirbt bei der Ernte seiner Rinde. Ähnlich bei einer Korkeiche wird der Baum zunächst entrindet. Um eine Austrocknung zu vermeiden, erhält der Baum anschliessend einen Verband aus Bananenblättern, damit die Rinde binnen etwa einen Jahres nachwächst. Die Rinde wird nach der Ernte kurz gekocht. Anschließend wird sie ausschließlich in Handarbeit mit Holzhammern breit, dünn und weich geschlagen, bis daraus allmählich das Rindentuch entsteht. Dieser Vorgang wird tagelang wiederholt.

 

In einem Tuch von 2 mal 3 Metern Größe stecken ca. 150.000 Schläge und gelegentlich wird ein Tuch durch 2 Personen gefertigt. Astlöcher oder größere offene Stellen werden durch einen Flicken, der ebenfalls aus Rindentuch besteht, ersetzt und mit handgefertigtem Seegras oder Sisalfaden von Hand eingenäht. Der gesamte Prozess ist extrem arbeitsintensiv und es dauert etwa eine Woche bis ein Rindentuch fertig ist

 

Nur wenn bei der Rindenernte und anschließenden Bearbeitung geschulte Hände am Werk waren, gibt es die Qualität für viele Einsatzmöglichkeiten. Nicht jeder beherrscht die Hohe Kunst des Baumschälens und die uralten, tradierten Kenntnisse der Rindenbearbeitung. Nur unter diesen Voraussetzungen besitzt BARK CLOTH die Struktur, Weichheit, Feinheit und Tiefe, die unseren eigenen, hohen Ansprüchen gerecht wird, für seine unvergleichliche Ausdruckskraft. So kommt es ohne jegliche textile Hilfsmittel oder andere Chemikalien aus, ist also eine reine Bastfaser.

 

Das naturbelassene Material gibt es in unterschiedlichen Stärken und Größen und einer Anzahl von Naturtönen, die von cremefarben und ocker, über rehbraun, orange und terracotta bis hin zu dunkelbraun reichen. So vielfältig wie die Natur selbst.

 

Ein Rindentuch misst durchschnittlich 2 m x 3 m, kann aber auch eine Größe von 3 m x 6 m und mehr aufweisen, ganz entsprechend Ihrer Anforderungen.

 

 

 

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